Schnarchen

Unter Schnarchen verstehen wir jene Atemgeräusche im Schlaf, welche durch Erschlaffung des Rachengewebes hervorgerufen werden, sodass die weichteiligen Strukturen im (Ein)Atemstrom gegen die Rachenhinterwand pendeln und so jenes charakteristische Vibrationsgeräusch entsteht, das man allgemein als so störend empfindet. Dabei unterscheiden wir das rein akustische Schnarchen ohne Apnoen (Atemaussetzer) vom Schnarchen mit Atemaussetzern (obstruktives Schlafapnoe-Syndrom).

Grundsätzlich können wir 3 Örtlichkeiten im Rachenraum festmachen, an denen es zu nächtlichen Atemwegsverengungen - wahlweise mit oder ohne Atemblockaden - kommen kann: Gaumensegel, Zungengrund, Kehlkopfeingang.

Gaumensegel

 

Zungengrund

 

Kehlkopf-Eingang

Kehldeckel verschließt den Zugang zur Luftröhre

 

Schnarchgeräusche können als Prädikator (Frühwarnzeichen) oder Begleitsymptom einer obstruktiven Schlafapnoe auftreten. 
Daher ist dieses Erscheinungsbild nicht zu unterschätzen. So kann es unbehandelt zu mannigfaltigen Folgewirkungen am Tag kommen:

  • Tagesmüdigkeit

  • Einschlafneigung (Sekundenschlaf)
  • 
Konzentrationsschwäche, Leistungseinbußen

langfristig: erhöhtes Risiko für

  •  Hoher Blutdruck

  • Herzinfarkt

  • Schlaganfall

  • Herzrhythmusstörungen

  • beim Mann: erektile Dysfunktion (Impotenz)

  • Depression

  • ev. Diabetes

Dies alles stellt eine erhebliche Gesundheitsgefährdung für den Patienten dar und soll in seinen Auswirkungen nicht unterschätzt werden.

Daher:
 Schnarchen gehört unbedingt behandelt!

Was können Sie selbst tun:

  • bei Adipositas (Übergewicht): abnehmen!

  • Sport, körperl. Bewegung

  • Schlafhygiene


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